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ÜBER UNS UND DIE GESCHICHTE LEBBINS

Fischen auf Gut Lebbin

Die Halbinsel Lebbin wird gleichermaßen von 6 besonders fischreichen Bodden der Nordrügener Boddenkette umspült: Breetzer Bodden, Neuendorfer Wiek, Breeger Bodden, Lebbiner Bodden, Tetzitzer See und Großer Jasmunder Bodden, die gleichzeitig auch große Bedeutung haben als wichtiges Brut- und Rückzugsgebiet für viele Fischarten.

Die Boddengewässer um die Halbinsel Lebbin herum sind bekannt für ihren sprichwörtlichen Fischreichtum. Und schon 1732 schreibt Ernst Henrich Wackenroders in seinem Buch „Altes und Neues Rügen“ über den reichen Fischfang am Gut Lebbin. Zit.: „ ... Lebbin, ein Adelich Gut der Normänner, da ein guter FischFang anzutreffen; Es haben die Usedommen von Zirmoissel diesen Hoff eine Zeitlang possediret.“ Auszug aus Ernst Henrich Wackenroders „Altes und Neues Rügen“, Verlag Jacob Lösslers, 1732.

Und das ist auch heute noch so. Die einmalige Wasserlage des Guts inmitten der, durch Schilfbuchten, Lagunen und Uferkantenabrisse zerklüfteten, Rügener Boddengewässer und der damit verbundene sprichwörtliche Fischreichtum lässt Anglerherzen höher schlagen: Aal, Barsch, Brasse, Flunder, Hecht, Rotfeder, Zander und in der Saison Hering und Hornfisch gehören zum ständigen Repertoire.

Wer nicht mit dem Boot hinausfahren möchte, hat auch von der Landseite sehr gute Chancen kapitale Fische an Land zu ziehen. Direkt von der Lebbiner Hafenmole weg, werden kapitale Hechte und auch - seltener - Zander angelandet. Wer mit Wurmködern fischt, hat gute Chancen auf stattliche Barsche, Aale, Flundern, Brassen, Blei u.v.a.m..

Und in der Saison von Ende Februar bis Mitte April – ist Heringszeit auf den dann meist wieder eisfreien Boddengewässern um Lebbin. Dann zieht der Hering in großen Schwärmen in die Bodden um zu laichen. Er wird auf Lebbin sowohl von Land als auch vom Boot aus erfolgreich gefischt. Häufig hilft eine Wathose, um den Schwärmen auch im tieferen Wasser nachstellen zu können.

Ab März bieten wir auch spannende Seminare zum Thema „Oma´s fast vergessene Fisch-Rezepte – alles rund um den Hering“ und „Räuchern – einfach gut gemacht“ an.

Auf die riesigen Heringsschwärme folgen dann - mit der Rapsblüte - Mitte Mai die Hornfische, um ebenfalls in den seichten Boddengewässern zu jagen und zu laichen. Während der Hering mit sogenannten „Paternostern“ gefischt wird, das sind kleine Fanggeschirre mit bis zu fünf Haken untereinander, kann dem Hornfisch (Hornhecht) auf ganz unterschiedliche Weise nachgestellt werden: Blinkern, Fliegenfischen, oder mit dem Silkekrogen, einem meist bunten Schlaufenbündel aus feinen Seidenfäden. Darin verhaken sich die zu spitzen bezahnten Schnäbeln ausgebildeten Mäuler der Fische beim Angriff auf den Köder, und lassen sich so ganz ohne Haken fangen. Als Besonderheit haben Hornfische – leider – viele, aber dafür auffällig grün leuchtende Gräten und schmecken gebraten, gekocht oder geräuchert vorzüglich.

Die schilfbewachsenen Uferbereiche Lebbins sind als hervorragende Fangplätze für kapitale Hechte bekannt. Im seicht abfallenden Boddenwasser findet Esox lucius (Hecht) hervorragende Verstecke und ein reichhaltiges Nahrungsangebot.

Das gilt auch für den Barsch, der in stolzen Größen jenseits der 40cm recht häufig vorkommt, und dem gezielt mit Pose oder Grundangel von den Uferbereichen aus nachgestellt werden kann. Auch sehr empfehlenswert sind die Bodden-Flundern, die auf gleiche Weise gefischt werden und unglaublich lecker sind.

Die eigentliche Saison für die großen und kapitalen Fische – vor allem Hecht und Zander - beginnt ab September und geht bis zum Anfang April, soweit die Gewässer eisfrei sind. Doch werden Petrijünger auch im Sommer nicht selten mit kapitalen Fängen belohnt.

Im Spätherbst nach den großen Vogelzügen stellt sich das Gut Lebbin besonders auf die Sportfischer ein, die direkt vor der Tür im Lebbiner Bodden ein hervorragendes Hechtrevier vorfinden.

Wer mit dem eigenen Boot kommen möchte, hat auf dem Gelände Slipmöglichkeiten, oder kann sein größeres Boot auch im nahen Vieregger Hafen zu Wasser lassen. Liegeplätze für unsere Gäste sind im Lebbiner Hafen immer vorhanden.

Und noch ein Hinweis in eigener Sache: Bitte setzen Sie besonders kapitale Hechte und Zander wieder zurück. Diese Fische sind besonders wertvoll für den Erhalt der Population! Auch freuen wir uns über Ihre Fänge, die Ihren Eigenbedarf decken; wenig Verständnis zeigen wir für Angler, die zentnerweise Fische landen nur "weil es so gut beißt ..."!